
✈️ Warum ich für Euch die Cockpit-Tür öffne
„Ideen sind wie Papierflieger. Solange sie in der Hand bleiben, passiert nichts. Erst wenn man den Mut hat, sie fliegen zu lassen, beginnt die Reise.“ ✈️
Vielleicht habt Ihr Euch schon einmal gefragt, wie aus einer kleinen Idee plötzlich ein Song, ein Cover oder sogar eine ganze musikalische Reise entstehen kann.
Genau deshalb habe ich mich entschieden, die Tür zum Cockpit der Coaching Airline zu öffnen und Euch einen kleinen Schulterblick hinter die Kulissen zu ermöglichen.
Auf meiner Website seht Ihr das fertige Ergebnis. Doch bis ein Song, ein Cover oder ein Boarding Pass seinen Platz auf der World Tour findet, entstehen oft viele Ideen, Gespräche, Änderungen und manchmal auch völlig neue Richtungen.
Nicht selten beginnt alles mit einer kleinen Inspiration. Während der kreativen Arbeit entwickelt sich daraus etwas, das am Anfang niemand geplant hatte.
Genau diese Momente möchte ich mit Euch teilen.
Cockpit – Backstage ist keine Technik-Seite und auch kein Tagebuch.
Es ist ein Blick hinter die Kulissen einer Reise, auf die nicht nur Live-Sendungen, Musik, Geschichten, Erinnerungen und Herzensbewegung entstehen. Und nicht immer läuft alles so glatt, wie das Ergebnis später aussieht. Manchmal sitze ich Stunden in der Produktion eines Songs für die World-Tour. z.B. Mir ist wichtig, dass der Sound, das Cover und die Atmosphäre eines Reiseziels am Ende wie aus einem Guss wirken.“
Deshalb habe ich mir überlegt diese Seite einzurichten und Euch ein Stück weit in die Welt von Coaching Airline Radio mitzunehmen.
Vielleicht entdeckt Ihr dabei Dinge, die Ihr beim Hören eines Songs oder beim Betrachten eines Covers gar nicht vermutet hättet.
Kommt mit ins Cockpit.
Ich freue mich, Euch auf dieser besonderen Reise auch hinter den Kulissen mitzunehmen.
Eure Andrea Hohmann
✈️ Coaching Airline
Presseinformation
Coaching Airline World Tour erreicht New York – Erstes Times Square Open Air Festival hebt ab
Mit Gate 13 – New York erreicht die musikalische World Tour von Coaching Airline Radio einen neuen Meilenstein.
Erstmals erwartet die Besucher nicht nur ein Reiseziel mit eigenem Song und Boarding Pass, sondern ein komplettes Times Square Open Air Festival. Aus einer kreativen Idee entstand ein musikalisches Live-Erlebnis mit mehreren aufeinander abgestimmten Songs, das den Besucher mitten in das pulsierende Herz von New York versetzt.
Was ursprünglich als einzelner Song geplant war, entwickelte sich Schritt für Schritt zu einem Konzertabend mit Live-Atmosphäre, Festivalstimmung und einer Geschichte, die sich musikalisch von der Ankunft bis zum großen Finale entfaltet.
Die Coaching Airline World Tour verbindet Musik, Geschichten und visuelle Eindrücke zu einer besonderen Reise, bei der jedes Reiseziel seinen eigenen Charakter erhält. Mit New York beginnt nun ein neues Kapitel, in dem Besucher nicht nur zuhören, sondern in die Atmosphäre einer Stadt eintauchen können.
Die schönsten Ideen entstehen manchmal mitten im Flug.
Andrea Hohmann
Gründerin Coaching Airline®
„Mache die Reise Deines Lebens.“
📰 Cockpit – Backstage
„Ach… das ist ja nur KI.“
Diesen Satz höre ich und lese ich in letzter Zeit immer wieder.
Und ich kann verstehen, warum viele Menschen so denken.
Bevor ich mich selbst intensiv mit KI-Musik beschäftigt habe, hatte ich ähnliche Vorstellungen.
Also begann ich zu recherchieren.
Ich dachte, man gibt ein paar Begriffe ein, drückt auf einen Knopf und wenige Sekunden später ist ein fertiger Song da.
Aber so einfach ist das nicht! Man benötigt einen guten Prompt und etwas Geduld bei der Produktion. Manchmal sind Nacharbeitungen gefragt oder textliche Unsicherheiten auszuräumen. Manchmal ist der Song ziemlich schnell im Kasten und andere dauern manchmal Stunden bis sie sitzen.
Wie alles begann
Oft werde ich gefragt, wie ich überhaupt zur KI-Musik gekommen bin.
Die Antwort ist eigentlich ganz einfach.
Ich hatte die Idee, für Coaching Airline eine eigene Hymne zu produzieren. Der Titel sollte „Wenn die Glocke schlägt“ heißen.
Ich fragte mich:
Wie kann man so etwas eigentlich umsetzen? Welche Möglichkeiten gibt es? Welche Programme oder Apps können dabei helfen?
Je mehr ich mich mit dem Thema beschäftigte, desto neugieriger wurde ich.
Und plötzlich war ich mittendrin.
Aus einer einzigen Idee entwickelte sich Schritt für Schritt eine kreative Reise, die ich so niemals geplant hatte.
Aus einem Song wurden mehrere.
Aus einzelnen Produktionen entstand eine ganze musikalische Welt.
Heute gehören die World Tour, das Coaching Airline Radio, viele eigene Songs, gesprochene Intros mit meiner Stimme und zahlreiche Geschichten zu diesem Projekt.
Rückblickend war „Wenn die Glocke schlägt“ der erste Schritt.
Oder besser gesagt:
Es war der Moment, in dem ich einfach losgegangen bin.
Heute weiß ich:
Alle Songs der Coaching Airline Music und World Tour enthalten selbst geschriebene Texte. Viele Intros und Ansagen wurden zudem mit meiner eigenen Stimme eingesprochen und bewusst in die Produktionen integriert. Dadurch erhält jedes Reiseziel seinen ganz eigenen Charakter und eine persönliche Handschrift.
Hinter jedem Song meiner World Tour stehen Ideen, Texte, viele kreative Entscheidungen und oft mehrere Anläufe, bis Musik, Stimme, Atmosphäre und Cover genau das Gefühl transportieren, das ich mir vorgestellt habe.
Manchmal entsteht ein Song überraschend schnell.
Manchmal arbeite ich mehrere Stunden daran.
Nicht selten höre ich verschiedene Versionen immer wieder an, ändere Texte, passe die Stimmung an oder beginne sogar noch einmal von vorne.
Für mich ist KI deshalb kein Ersatz für Kreativität.
Sie ist ein kreatives Werkzeug.
So wie eine Kamera den Fotografen nicht ersetzt.
So wie ein Klavier keinen Pianisten ersetzt.
Oder wie eine Gitarre noch lange keinen Song schreibt.
Die Idee…
die Geschichte…
die Emotion…
und die Entscheidung, wann sich etwas richtig anfühlt…
kommen immer noch vom Menschen.
Die Technik hilft mir dabei, diese Ideen hörbar zu machen.
Was mich dabei besonders freut:
Mit der Coaching Airline World Tour entstehen nicht einfach einzelne Songs.
Es entstehen Geschichten, Reiseziele, Charaktere und Erlebnisse, die Menschen auf eine musikalische Reise mitnehmen.
Ob klassische Instrumente, ein Orchester, eine Band oder moderne KI-Technologie – am Ende zählt für mich nur eine Frage:
Berührt ein Song das Herz eines Menschen?
Wenn die Antwort „Ja“ lautet, dann hat Musik ihren wichtigsten Auftrag erfüllt.
„Ich bewerte Musik nicht danach, wie sie entstanden ist. Ich bewerte sie danach, was sie in Menschen bewegt.“
„Manchmal beginnt eine Reise nicht mit einem Flugzeug. Manchmal beginnt sie mit einer einzigen Idee und dem Mut, einfach loszugehen.“
Andrea Hohmann
Coaching Airline®
Ein persönlicher Abschluss zu meinen Songs
Nach meinem gestrigen Beitrag möchte ich noch einen Gedanken ergänzen.
Immer wieder werde ich auf meine Songs angesprochen. Deshalb ist es mir wichtig, meine persönliche Haltung dazu zu teilen.
Ich erhebe mit meinen Liedern keinen Anspruch auf eine Musikkarriere, auf kommerziellen Erfolg oder auf den Verkauf meiner Werke. Sie sind ein fester Bestandteil meiner Projekte rund um Coaching Airline®, Coaching Airline Radio und meiner Herzensbewegung.
Für mich ist Musik eine weitere Sprache. So wie ich mit Worten, Bildern oder Geschichten Menschen berühren möchte, erzählen meine Songs auf ihre eigene Weise kleine Geschichten. Sie laden zum Träumen ein, wecken Erinnerungen oder nehmen für ein paar Minuten mit auf eine Reise.
Die Möglichkeiten der KI haben mir eine Tür geöffnet, meine Ideen musikalisch hörbar zu machen. Doch die Gedanken, die Konzepte, die Geschichten und die Emotionen entstehen in mir. Die KI ist für mich ein kreatives Werkzeug – nicht der Ursprung dessen, was ich ausdrücken möchte.
Ich freue mich über jeden Menschen, der meine musikalischen Reisen begleitet. Mehr wünsche ich mir gar nicht.
Wenn ein Song jemandem ein Lächeln schenkt, ein wenig Leichtigkeit in den Tag bringt oder einfach nur für einen Moment den Alltag vergessen lässt, dann hat er genau das erreicht, wofür ich ihn geschaffen habe.
Herzensbewegung eben. ♥️✈️
Mission erfüllt: Das Kontaktformular ist startklar! ✈️📧
Nach einem kleinen Ringkampf mit der Google Cloud, SMTP-Einstellungen und einigen technischen Turbulenzen ist es geschafft:
Seit gestern Abend ist das Kontaktformular auf Coaching Airline Radio vollständig eingerichtet. 🎉
Ab sofort können Nachrichten wieder direkt über die Website versendet werden.
Der Weg dorthin war allerdings alles andere als ein Direktflug. Zwischen Client-IDs, Authentifizierung und den Tücken der Cloud gab es einige Runden im technischen Boxring. Nach mehreren Stunden, einer guten Portion Geduld und der berühmten Suche nach der Nadel im Heuhaufen gab es schließlich kurz vor Mitternacht die erlösende Landung.
Mission erfüllt. Kontakt aufgenommen. Ring gewonnen. 🥊😄
Manchmal sind es genau diese kleinen technischen Erfolge, die im Hintergrund passieren und später niemand mehr bemerkt – weil am Ende einfach alles funktioniert.
Coaching Airline Radio – Live. Echt. Ungefiltert.
und mein Lucy Punch
Abriss aus dem Cockpit
Manchmal entstehen die besten Ideen völlig spontan.
Eigentlich sollte es nur ein Line-Dance-Song werden. Doch innerhalb weniger Stunden wurde daraus eine komplette Erlebniswelt.
Aus einem ersten Gedanken entstand Gate 17 – Texas.
Mit „Wild Hearts of Texas“ landete eine energiegeladene Country-Rock-Hymne im Cockpit, die mit Banjo, Gitarrenriffs und Stadion-Atmosphäre die Hütte abreißt.
Doch damit war die Reise noch nicht zu Ende.
Plötzlich stand der Landausflug fest:
🤠 Texas Boots Tonight
Ein legendärer Saloon, Live-Musik, Cowboyhüte, tanzende Boots und jede Menge gute Laune. Nicht als Kopie eines Films, sondern inspiriert von genau diesem Gefühl aus großen Country-Partys – frei, lebendig und voller Energie.
Genau so entstehen viele Stationen der Coaching Airline World Tour.
Nicht nach Plan.
Sondern aus einem Impuls, der immer größer wird.
Und manchmal reicht ein einziger Gedanke…
…damit ein neues Gate seine Türen öffnet.
Howdy, Folks!
Willkommen in Texas. 🤠✈️🎸
GEMA gegen SUNO – ein Urteil und ganz viel Kopfkino
31. Juli 2026 – ein Urteil macht Schlagzeilen.
„GEMA gewinnt gegen SUNO.“
„KI-Firma darf Melodien nicht ungefragt nutzen.“
Und schon beginnt das Kopfkino.
Ist KI-Musik jetzt verboten?
Darf man mit SUNO erstellte Songs noch verwenden?
War es das jetzt mit Musik aus künstlicher Intelligenz?
Nein. So einfach ist die Geschichte nicht.
Das Landgericht München I hat im Rechtsstreit zwischen der GEMA und SUNO weitgehend zugunsten der GEMA entschieden. Gegenstand waren sechs bekannte Kompositionen, darunter „Atemlos“, „Daddy Cool“, „Rasputin“, „Big in Japan“, „Forever Young“ und „Mambo No. 5“. Das Gericht untersagte SUNO die nicht genehmigte Vervielfältigung der betroffenen geschützten Werke; nach dem Urteil betrifft das auch deren Verwendung beim Training des KI-Modells. SUNO wurde außerdem zu Auskunft und Schadensersatz verpflichtet. Die Höhe des Schadensersatzes steht noch nicht fest. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Und hier lohnt es sich, genauer hinzusehen.
Im Verfahren hatte die GEMA bei SUNO unter anderem Originaltext, Titel und Stil der betreffenden Werke eingegeben. Die erzeugten Ergebnisse ähnelten nach ihrer Auffassung den Originalen stark. Daraus entstand die zentrale urheberrechtliche Auseinandersetzung darüber, ob geschützte Bestandteile beim Training übernommen und reproduzierbar im System abgebildet wurden. SUNO widerspricht dieser Darstellung und prüft nach eigenen Angaben eine Berufung.
Und was bedeutet das für uns?
Bei Coaching Airline Radio entsteht Musik anders.
Am Anfang steht nicht die Frage:
„Wie können wir einen bekannten Song nachbauen?“
Am Anfang steht eine eigene Idee.
Eine Geschichte. Eine Stimmung. Ein Satz. Manchmal ein verrückter Einfall aus dem Cockpit. Daraus entstehen eigene Texte, musikalische Vorstellungen und schließlich ein Prompt, mit dem die Idee in Musik übersetzt wird.
KI ist dabei ein Werkzeug.
Nicht anders, als technische Entwicklungen schon immer Werkzeuge verändert haben: vom Tonband über Synthesizer und digitale Studios bis hin zu heutigen Produktionssystemen.
Natürlich braucht diese Entwicklung Regeln. Und selbstverständlich müssen die Rechte von Komponisten, Textern und anderen Kreativen geschützt werden. Innovation und Urheberrecht sind keine Gegner. Die spannende Aufgabe besteht darin, beides miteinander zu verbinden.
Auch die GEMA beschäftigt sich inzwischen ausdrücklich mit dieser Verbindung und spricht selbst von einem „konstruktiven und fairen Zusammenspiel von menschlicher Kreativität und generativer Künstlicher Intelligenz“.
Deshalb ist dieses Urteil für uns kein Grund, den Stecker aus dem Cockpit zu ziehen.
Es ist vielmehr ein weiterer Schritt in einer Entwicklung, bei der Recht, Technik und Kreativität erst lernen müssen, miteinander umzugehen. Das Münchner Urteil ist zudem erstinstanzlich; eine abschließende Klärung der rechtlichen Voraussetzungen für generative Musikmodelle ist damit noch nicht erreicht.
Unsere Haltung im Cockpit
Wir beobachten diese Entwicklung aufmerksam.
Wir respektieren Urheberrechte.
Und gleichzeitig werden wir neue Möglichkeiten nicht deshalb ablehnen, weil sie neu sind.
Denn Technik ersetzt nicht automatisch Kreativität.
Eine Maschine hat noch keine Geschichte zu erzählen, nur weil sie Töne erzeugen kann.
Die Geschichte beginnt immer irgendwo vorher.
Bei einem Gedanken.
Bei einer Erinnerung.
Bei einem Gefühl.
Bei einem Menschen.
Und manchmal beginnt sie bei Coaching Airline einfach mit einem Kaffee und dem Satz:
„Ich hab da mal eine Idee …“ ☕✈️
Denn eines gilt auch im digitalen Zeitalter:
Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.
Andrea Hohmann
Coaching Airline® | Cockpit-Backstage
🤘 Warum wir plötzlich im Acker stehen
Eigentlich sollte es nur der nächste Stopp unserer Coaching Airline World Tour werden: Wacken.
Aber mal ehrlich – ordentlich am Gate aussteigen und anschließend gemütlich zum Festival fahren? Das kann ja jeder.
Also bekam unsere Airline ein kleines Problem mit der geplanten Flugroute.
Emergency. Notlandung. Acker. Sehr viel Acker.
Und plötzlich steckte der Flieger im Schlamm, das Fahrwerk irgendwo im Nirgendwo und die Crew versuchte noch zu retten, was zu retten war.
Die Reiseleitung hatte währenddessen bereits eine andere Entscheidung getroffen:
„Viel Glück – ich gröhl mir einen Weg!“ 😂🤘
So entstanden aus einer einzigen verrückten Idee zwei Songs: „Notlandung auf dem Acker“ und „Ich gröhl mir einen Weg“ – samt einer kleinen Geschichte, die sich während der Produktion praktisch selbst weitergeschrieben hat.
Und genau das ist auch Herzensbewegung.
Herzensbewegung darf tief gehen. Sie darf nachdenklich machen. Sie darf berühren und manchmal auch wehtun.
Aber sie darf genauso völlig bekloppt sein und Tränen vor Lachen produzieren.
Denn auch das gehört zum Leben.
Manchmal läuft alles nach Plan.
Manchmal ändert sich plötzlich die Flugroute.
Und manchmal sagt das Leben einfach:
„Planänderung.“
„Wo geht’s hin?“
„ACKER.“
„Wie viel?“
„SEHR VIEL ACKER.“ 😂
Und dann hast du zwei Möglichkeiten:
Du kannst im Flieger sitzen bleiben und dich darüber ärgern, dass deine Reise ganz anders verläuft als geplant.
Oder du ziehst die Gummistiefel an, steigst aus und sagst:
„Na gut. Dann gröhl ich mir eben einen Weg.“ 🤘
Vielleicht bekommt deshalb ausgerechnet hier unser Coaching-Airline-Slogan noch einmal eine ganz neue Bedeutung:
Mache die Reise Deines Lebens …
… auch wenn die Landebahn plötzlich ein Acker ist.
Denn Herzensbewegung heißt nicht, immer tiefgründig oder ernst zu sein.
Manchmal heißt Herzensbewegung einfach, gemeinsam Tränen zu lachen.
Und wenn dabei ein Flugzeug im Wacken-Acker steckenbleibt?
Dann ist das eben so.
Die Bergung des Flugzeuges verzögert sich auf unbestimmte Zeit.
Bitte genießen Sie Ihren Aufenthalt. 😂🤘✈️🌾♥️
Wie Bruno Mars unseren Flieger nach Dayton umleitete
Manche Reiseziele der Coaching Airline werden geplant.
Andere passieren einfach.
Und dann gibt es Dayton, Ohio. 😂✈️🎺
Eigentlich fing alles völlig harmlos an.
Ich hörte in den letzten Tagen immer wieder Bruno Mars. TikTok tat sein Übriges – gefühlt musste ich nur die App öffnen und schon stand der Mann wieder auf meiner Startseite. 😂
Dabei blieb mein Musiker-Ohr irgendwann an etwas hängen: Funk.
An den Bläsern.
Am Bass.
An diesen kurzen rhythmischen Einwürfen.
An der Art, wie Stimme, Bewegung und Band miteinander arbeiten.
Und irgendwann fiel der Begriff „Uptown Funk“.
Also stellte ich eine eigentlich ganz einfache Frage:
Wo kommt diese Musik eigentlich her?
Und damit war es passiert.
Plötzlich waren wir in Dayton
Bei unserer kleinen musikalischen Spurensuche landeten wir in Dayton, Ohio.
Und nein: Dayton ist nicht der Geburtsort des Songs „Uptown Funk“. Das möchte ich ausdrücklich dazusagen.
Aber Dayton hat eine bemerkenswerte Funk-Geschichte. Aus der Stadt und ihrem Umfeld kamen unter anderem Bands wie Ohio Players, Zapp, Lakeside und Slave. Dayton wird deshalb bis heute eng mit der amerikanischen Funk-Geschichte verbunden.
Da war für mich klar:
Wenn die Coaching Airline Funk besucht, dann fliegen wir dorthin, wo Funk Geschichte geschrieben hat.
Also wurde kurzerhand der Flugplan geändert.
Destination: Dayton, Ohio. ✈️
Aber bitte keinen Funk als Dekoration
Und dann kam der entscheidende Punkt.
Wenn wir schon nach Dayton fliegen, wollte ich keinen Popsong produzieren, bei dem irgendwo im Hintergrund ein bisschen Funk-Gitarre klimpert und drei Bläser kurz „Tüt-tüt“ machen. 😂
Nein.
Wenn Funk – dann richtig.
Bass und Drums müssen das Fundament bilden. Die Gitarre muss rhythmisch arbeiten. Die Bläser dürfen knallen, antworten und Harmonien bilden. Die Stimme darf spielen, rufen, improvisieren und auch einmal kleine Kapriolen schlagen.
Funk sollte bei uns nicht das Gewürz sein.
Funk sollte das Hauptgericht werden.
Und daraus entstand zunächst:
🎺 „Dayton – We Came to Funk“
Schon bei den ersten Versionen passierte etwas Interessantes.
Mein Ohr blieb an den Bläserharmonien hängen.
Da war plötzlich diese Fülle, dieses Zusammenspiel der Stimmen im Bläsersatz, das mich sofort aufmerksam machte.
Und dann kam der Refrain.
Einfach. Direkt. Tanzbar.
Nach kurzer Zeit war klar:
Der sitzt.
Genau das wollte ich.
Kein musikalischer Intelligenztest. Ein Funk-Song, bei dem der Körper schneller versteht als der Kopf. 😂
Und das war nur die Aufwärmphase …
Denn für unseren Landausflug wollte ich noch tiefer hinein.
Weg vom modernen Hochglanz-Funk.
Rein in einen imaginären Funk-Club in Dayton.
Bass. Drums. Rhythmusgitarre. Bläser. Call and Response. Eine Sängerin, die nicht brav ihre Melodie absingt, sondern mit der Band spielt.
So entstand:
🔥 „Don’t Stop the Funk“
Und bei einer Version wusste ich plötzlich:
Das ist echter Funk.
Nicht „ein bisschen funky“.
Nicht Pop mit Funk-Anstrich.
FUNK.
Mein erster Gedanke ging tatsächlich zurück zu dieser alten, rohen Funk-Energie eines James Brown. Nicht weil der Song ihn kopiert – sondern weil plötzlich dieses Prinzip da war:
Der Groove führt.
Die Instrumente reden miteinander.
Und die Stimme sitzt nicht einfach oben auf der Musik, sondern wird selbst Teil des Rhythmus.
Dann begann der Laptop zu tanzen
Und damit kommen wir zum wahrscheinlich zuverlässigsten Qualitätsprüfverfahren im Coaching-Airline-Tonstudio. 😂
Ich saß mit dem Laptop auf dem Schoß und hörte den fertigen Song.
Irgendwann bemerkte ich:
Der Laptop hüpft.
Nicht wegen eines technischen Defekts.
Ich war es. 😂😂😂
Der Groove hatte mich dermaßen erwischt, dass ich unbewusst mitging – Laptop inklusive.
Meine Hündin Finja schaute mich entsprechend irritiert an.
Damit war die Qualitätskontrolle abgeschlossen:
Andrea wippt.
Laptop hüpft.
Finja wundert sich.
Song bestanden. 😂🐶🎺
Und was hat Bruno Mars damit zu tun?
Er weiß selbstverständlich nichts davon. 😂
Aber ohne diesen musikalischen Impuls wäre die Coaching Airline wahrscheinlich nicht an diesem Tag nach Dayton geflogen.
Und genau das liebe ich an diesem Projekt.
Ich weiß manchmal morgens selbst noch nicht, wo wir abends landen werden.
Ein Song führt zu einer Frage.
Eine Frage führt zu einer Recherche.
Die Recherche führt zu einer Stadt.
Eine Stadt führt zu einer Musikgeschichte.
Und plötzlich entstehen daraus zwei eigene Songs und eine neue Station unserer World Tour.
Das kann man nicht am Reißbrett planen.
Das passiert, wenn man Neugier und Spontanität zulässt.
Und vielleicht ist genau das die eigentliche Reise.
Nicht immer schon vorher wissen, wo man ankommt.
Sondern manchmal einer Idee folgen und schauen, wo sie einen hinführt.
Diesmal führte sie uns nach:
DAYTON, OHIO. 🎺🔥✈️
Und Bruno Mars?
Der arbeitet derzeit offenbar völlig unwissentlich als Reiseleiter der Coaching Airline. 😂😂😂
Mache die Reise Deines Lebens …
Andrea Hohmann
Coaching
Sternstunden – und plötzlich war der Jackpot geknackt
Sonntagabend. 19 Uhr.
Nach rund zweieinhalb Jahren saß ich wieder live am Mikrofon. Und obwohl ich seit Wochen auf diesen Abend hingearbeitet hatte, war da kurz vor dem Start dieses ganz besondere Gefühl: Jetzt gibt es kein Zurück mehr. Jetzt geht es los.
Die erste Ausgabe meiner Sternstunden – musikalische Lebenslinien war für mich ohnehin etwas Besonderes. Musik, Geschichten, Erinnerungen und Menschen, die Spuren hinterlassen haben – genau so, wie ich Radio machen möchte.
Was dann während der Sendung passierte, damit hatte ich allerdings nicht gerechnet.
Der Jackpot wurde geknackt. 🎉
Ich werde hier bewusst keine Zahlen nennen. Die brauche ich auch gar nicht.
Denn eines kann ich sagen:
Noch NIE konnte ich bei einer meiner Sendungen so viele Hörer verzeichnen wie an diesem Sonntagabend.
Und ja – das hat mich umgehauen.
Nicht, weil es darum geht, irgendwelche Rekorde aufzustellen. Sondern weil hinter jeder Verbindung ein Mensch saß, der sich entschieden hatte, einzuschalten und ein Stück dieses Abends mit mir zu verbringen.
Nach zweieinhalb Jahren wieder live zurückzukommen und ausgerechnet bei dieser ersten Sternstunde eine solche Resonanz zu erleben, war für mich ein ziemlich besonderer Moment.
Dabei steckt hinter diesen zwei Stunden sehr viel mehr, als man beim Zuhören mitbekommt. Monate des Aufbauens, Ausprobierens, Verwerfens und Neuanfangens. Technik einrichten. Songs bearbeiten. Jingles produzieren. Eine Website aufbauen. Die Coaching Airline World Tour entwickeln. Und irgendwann die Entscheidung:
Jetzt gehe ich wieder auf Sendung.
Am Sonntag wurde aus all diesen einzelnen Puzzleteilen plötzlich wieder Radio.
Und zwischendurch musste ich tatsächlich mit den Tränen kämpfen.
Vielleicht war genau das meine persönliche Sternstunde an diesem Abend: nicht die Zahl auf irgendeiner Anzeige, sondern die Erkenntnis:
Ich bin wieder da.
Mit meinem Radio.
Mit meiner Musik.
Mit meinen Geschichten.
Und vor allem auf meine eigene Art.
Danke an alle, die diesen ersten Abend mit mir verbracht haben. ❤️
Der Jackpot ist geknackt.
Aber die Reise hat gerade erst wieder begonnen
Und deshalb geht es weiter:
Am Sonntag, 16. August, gibt es Teil 2 der Sternstunden – musikalische Lebenslinien.
Ich freue mich darauf. Denn nach diesem ersten Abend weiß ich eines ganz sicher:
Das Cockpit bleibt geöffnet. ❤️
Prompt rein. Song raus. Fertig? Schön wär’s.
Heute Morgen stolperte ich über eine Werbung von Suno.
Sinngemäß: Wenn die Inspiration ausbleibt, hilft Suno weiter. Prompt rein, Stems raus, Bass drauf – fertig ist der Beat.
Ich musste lachen.
Nicht, weil daran grundsätzlich etwas falsch wäre. Natürlich möchte Werbung zeigen, wie einfach ein Produkt zu bedienen ist.
Aber bei mir sprang sofort das Kopfkino an.
Das ist ungefähr so, als würde ein Networker oder Speaker-Coach sagen:
„Komm zu mir. Drei Wochen später verdienst du 20.000 Euro im Monat und der Porsche steht vor der Tür.“
Kann passieren.
Muss aber nicht. 😂
Und vor allem fehlen zwischen Ausgangspunkt und Porsche ein paar nicht ganz unwesentliche Arbeitsschritte.
KI-Musik: Knopf drücken und fertig?
Genau diese Vorstellung begegnet mir momentan erstaunlich häufig, wenn über KI-generierte Musik diskutiert wird.
Ein paar Sätze eingeben.
Knopf drücken.
Perfekten Song bekommen.
Wenn es tatsächlich so wäre, hätte ich inzwischen wahrscheinlich deutlich mehr Freizeit.
Denn meine Erfahrung sieht anders aus.
Eine Idee entsteht. Ein Text entsteht. Ein musikalischer Stil muss gefunden werden. Ein Prompt wird geschrieben. Die erste Version kommt.
Und dann?
Nein.
Zu brav. Zu kitschig. Zu viel Schlager. Zu wenig Druck. Falsche Stimme. Der Refrain funktioniert nicht. Der Groove kommt nicht aus dem Quark. Das Intro ist zu lang. Die Instrumentierung passt nicht zu dem, was ich im Kopf habe.
Also wieder ran.
Verändern. Neu generieren. Anhören. Aussortieren. Noch einmal verändern.
Manchmal entsteht sehr schnell etwas, bei dem ich denke: Genau das ist es.
Und manchmal produziert man einen ziemlich großen digitalen Papierkorb.
Willkommen in der wunderbaren Welt der künstlichen Intelligenz.
Interessant wird es bei den Menschen, die sie benutzen
Unter der Suno-Werbung fand ich Kommentare, die ich bemerkenswert fand.
Sinngemäß schrieb jemand:
„Ich habe damit schon richtige Ohrwürmer gezaubert.“
Ein anderer Kommentar:
„Mein neues Lieblingshobby.“
Und einer brachte einen Punkt auf den Tisch, der in der öffentlichen Diskussion über KI-Musik gerne untergeht:
Endlich die eigenen Texte musikalisch hören zu können.
Die Namen spielen dabei überhaupt keine Rolle.
Mich interessiert etwas anderes.
Da sitzen offensichtlich Menschen, die Freude daran haben, etwas zu erschaffen.
Vielleicht haben sie nie ein Instrument gelernt. Vielleicht können sie keine Noten lesen. Vielleicht haben sie seit Jahren Texte in einer Schublade liegen. Vielleicht hatten sie musikalische Ideen, aber weder Studio noch Produzenten noch das entsprechende Budget.
Und plötzlich gibt es ein Werkzeug, mit dem sie ausprobieren können.
Warum sollte ich ihnen diese Freude absprechen?
Ein Werkzeug ist noch kein Künstler
Genau hier wird die Diskussion für mich interessant.
Denn ich halte genauso wenig davon, KI-Musik als magischen Automaten zu verkaufen, wie ich davon halte, sie pauschal als minderwertige Knopfdruck-Musik abzuwerten.
Beides ist mir zu einfach.
Suno ist ein Werkzeug.
Ein verdammt leistungsfähiges Werkzeug.
Aber das Werkzeug entscheidet nicht, was ich erzählen möchte.
Es kennt meine Geschichte nicht. Es weiß nicht, warum mir eine bestimmte Textzeile wichtig ist. Es entscheidet nicht, welcher Song zu meiner Radiosendung passt, welche Stimmung ich erzeugen möchte oder warum ich eine Version nach zehn Sekunden wieder ausschalte.
Und vor allem besitzt es etwas nicht:
meinen Geschmack.
Das ist übrigens auch der Grund, weshalb zehn Menschen mit demselben Werkzeug am Ende zehn völlig unterschiedliche Ergebnisse produzieren können.
Zwischen Prompt und fertigem Song wohnt die Arbeit
Natürlich verändert KI Produktionsprozesse.
Natürlich kann sie Dinge enorm beschleunigen.
Und natürlich wird sie Bereiche der Musikbranche verändern. Darüber sollte man reden – auch kritisch.
Über Urheberrecht. Über Kennzeichnung. Über Vergütung. Über Trainingsdaten. Über den Umgang mit Stimmen und Persönlichkeitsrechten. Über Qualität. Und selbstverständlich auch darüber, was diese Entwicklung für Musiker, Produzenten und Studios bedeutet.
Das sind berechtigte Fragen.
Aber wir sollten dabei nicht so tun, als gäbe es nur zwei Lager:
Hier die „echten“ Kreativen – dort die Menschen, die fünf Wörter eingeben und anschließend einen fertigen Hit aus dem Automaten ziehen.
So funktioniert meine Realität jedenfalls nicht.
Ich habe inzwischen sehr viel mit KI-Musik experimentiert. Gerade deshalb weiß ich, wie häufig ein Ergebnis eben nicht funktioniert.
KI macht Vorschläge.
Der Mensch hört.
Der Mensch bewertet.
Der Mensch verwirft.
Der Mensch verändert.
Der Mensch entscheidet.
Und manchmal sitzt der Mensch anschließend vor dem Rechner und denkt:
Wo zum Teufel kam DAS denn jetzt her?
Auch das gehört dazu. 😂
Der Porsche steht übrigens noch nicht vor der Tür und wird es auch nicht in Zukunft
Vielleicht sollten wir bei KI grundsätzlich etwas vorsichtiger mit den großen Versprechen umgehen.
Nicht aus Angst vor der Technologie.
Sondern weil Werbung nun einmal Werbung ist.
„Prompt rein – fertiger Beat“ klingt natürlich besser als:
„Prompt rein, Ergebnis anhören, fluchen, neu prompten, wieder anhören, Text ändern, Version 7 speichern, Version 12 doch besser finden, Stems bearbeiten und drei Stunden später feststellen, dass Version 4 eigentlich den geilsten Groove hatte.“
Das wäre vermutlich etwas lang für eine Anzeige. 😂
Aber es wäre näher an meiner Erfahrung.
Deshalb werde ich weiter experimentieren.
Mit offenen Augen.
Mit offenen Ohren.
Und durchaus auch kritisch.
Denn KI nimmt mir meine Kreativität nicht ab.
Sie gibt meiner Kreativität ein weiteres Werkzeug.
Was daraus entsteht, entscheidet sich nicht am Knopf.
Sondern an dem Menschen, der davor sitzt.
Und falls mir jemand verspricht, dass nach drei Prompts der Welthit und nach drei Wochen der Porsche vor der Tür steht:
Dann werde ich misstrauisch.
Beim Porsche genauso wie beim Prompt. 😂
Andrea Hohmann · Coaching Airline Radio – Cockpit Backstage
Seit dem 2. August 2026 gelten neue Transparenzpflichten des EU AI Act – und damit rückt auch die Kennzeichnung KI-generierter Inhalte stärker in den Fokus.
Gleichzeitig kursieren derzeit in sozialen Netzwerken, Gruppen und Kanälen zahlreiche Posts und Informationen, die den Eindruck vermitteln: Ab sofort müsse praktisch alles, was mithilfe künstlicher Intelligenz entsteht – Texte, Bilder, Musik, Videos oder Stimmen – deutlich und möglichst dominant als KI-generiert gekennzeichnet werden. Teilweise ist dabei von drastischen Strafen, gelöschten Kanälen oder automatischer KI-Erkennung die Rede.
Solche Aussagen sorgen verständlicherweise für Aufmerksamkeit. Sie vermischen jedoch teilweise unterschiedliche Regelungen oder verkürzen eine Rechtslage, die wesentlich differenzierter ist.
Deshalb lohnt sich ein genauerer Blick.
Nicht, um Panik zu verbreiten. Nicht, um jemanden zu belehren. Und auch nicht, um den Einsatz künstlicher Intelligenz kleinzureden.
Sondern um zu unterscheiden:
Was gilt seit dem 2. August 2026 tatsächlich? Was muss gekennzeichnet werden? Und was bedeutet das für Menschen, die KI kreativ für Texte, Bilder, Musik, Stimmen oder Videos einsetzen?
Denn Transparenz beim Einsatz von KI ist wichtig.
Transparenz über die Regeln allerdings auch.
Was seit dem 2. August 2026 tatsächlich gilt
Die Grundlage ist der EU AI Act, genauer gesagt Artikel 50. Die dort geregelten Transparenzpflichten gelten seit dem 2. August 2026.
Dabei ist eine Unterscheidung besonders wichtig: Der AI Act richtet sich nicht nur an Menschen und Unternehmen, die KI-Inhalte veröffentlichen. Er enthält auch Pflichten für die Anbieter von KI-Systemen.
Anbieter generativer KI-Systeme müssen dafür sorgen, dass bestimmte künstlich erzeugte oder manipulierte Inhalte technisch als solche erkennbar sind. Dabei geht es unter anderem um maschinenlesbare Kennzeichnungen.
Für diejenigen, die KI-Systeme einsetzen und deren Inhalte veröffentlichen, gibt es wiederum besondere Offenlegungspflichten – beispielsweise bei Deepfakes.
Auch bei KI-generierten oder manipulierten Texten gibt es Vorgaben. Diese betreffen jedoch nicht pauschal jeden Blogbeitrag oder jeden Text, bei dessen Entstehung KI verwendet wurde. Artikel 50 nennt ausdrücklich Texte, die veröffentlicht werden, um die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse zu informieren.
Und selbst dort enthält die Regelung eine wichtige Ausnahme: Wurde der KI-generierte Inhalt einer menschlichen Prüfung oder redaktionellen Kontrolle unterzogen und trägt eine natürliche oder juristische Person die redaktionelle Verantwortung für die Veröffentlichung, greift diese Offenlegungspflicht nicht in gleicher Weise.
Das zeigt bereits:
„Mit KI erstellt“ bedeutet nicht automatisch „muss überall dominant als KI gekennzeichnet werden“.
Entscheidend sind unter anderem die Art des Inhalts, sein Verwendungszweck und die Frage, wer für seine Veröffentlichung verantwortlich ist.
Und was ist mit Musik, Bildern und kreativen Werken?
Gerade bei Musik, Bildern, Videos und anderen kreativen Arbeiten entsteht derzeit schnell der Eindruck, jedes mit KI erzeugte Werk müsse künftig mit einem möglichst auffälligen Warnhinweis versehen werden.
So pauschal lässt sich das aus dem EU AI Act nicht ableiten.
Artikel 50 unterscheidet vielmehr zwischen verschiedenen Arten von Inhalten und Situationen. Eine besondere Rolle spielen dabei sogenannte Deepfakes – also künstlich erzeugte oder manipulierte Bild-, Audio- oder Videoinhalte, die real existierenden Personen, Gegenständen, Orten oder Ereignissen ähneln und fälschlicherweise als echt erscheinen könnten.
Interessant wird es bei offensichtlich künstlerischen, kreativen, satirischen oder fiktionalen Werken. Werden Deepfake-Inhalte innerhalb solcher Werke verwendet, sieht der AI Act ausdrücklich eine angepasste Form der Offenlegung vor.
Die Kennzeichnung soll angemessen erfolgen und darf die Darstellung oder den Genuss des Werkes nicht beeinträchtigen.
Das ist ein wichtiger Unterschied.
Denn Transparenz soll nicht bedeuten, dass auf einem Musikcover, einem Kunstwerk oder mitten in einer kreativen Inszenierung zwangsläufig ein riesiges Warnschild stehen muss.
Trotzdem bleibt die Frage:
Was ist gesetzliche Pflicht – und was ist darüber hinaus eine freiwillige Entscheidung für Transparenz?
Gerade für Kreative ist diese Unterscheidung wichtig. Denn selbstverständlich kann man KI-generierte oder KI-unterstützte Inhalte freiwillig kennzeichnen, auch wenn im konkreten Fall keine ausdrückliche gesetzliche Offenlegungspflicht besteht.
Und genau darin liegt vielleicht sogar eine Chance:
Transparenz muss Kreativität nicht kleiner machen. Sie kann Vertrauen schaffen.
Was bedeutet das praktisch für Text, Bild, Musik, Stimme und Video?
Die entscheidende Frage für viele Kreative lautet natürlich: Was bedeutet das für das, was ich jeden Tag veröffentliche?
Dabei sollte man drei Dinge voneinander trennen:
1. Gesetzliche Transparenzpflichten nach dem EU AI Act
Sie gelten nicht pauschal für jeden Inhalt, bei dessen Entstehung künstliche Intelligenz beteiligt war.
2. Regeln der jeweiligen Plattform
YouTube, TikTok, Meta und andere Plattformen können eigene Vorgaben für KI-generierte oder manipulierte Inhalte festlegen. Diese können über gesetzliche Anforderungen hinausgehen und sich zudem verändern.
3. Freiwillige Transparenz
Jeder Kreative kann selbst entscheiden, den Einsatz von KI deutlicher offenzulegen, als es gesetzlich erforderlich wäre.
Texte
Nicht jeder Text, der mit Unterstützung einer KI geschrieben, überarbeitet oder strukturiert wurde, muss allein deshalb sichtbar als „KI-generiert“ gekennzeichnet werden.
Besondere Regeln enthält der AI Act für KI-generierte oder manipulierte Texte, die veröffentlicht werden, um die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse zu informieren. Auch hier sind die Voraussetzungen und die im Gesetz vorgesehene Ausnahme bei menschlicher Prüfung und redaktioneller Verantwortung zu beachten.
Bilder und Grafiken
Auch bei Bildern gilt nicht die einfache Formel:
KI benutzt = Warnhinweis auf jedes Bild.
Relevant wird insbesondere die Frage, ob ein künstlich erzeugter oder manipulierter Inhalt den Eindruck erwecken könnte, etwas Reales abzubilden, das so nicht stattgefunden hat – Stichwort Deepfake.
Daneben können Plattformen eigene Kennzeichnungen verlangen oder Inhalte anhand technischer Informationen selbst als KI-Inhalte markieren.
Musik und KI-Stimmen
Bei Audio wird es besonders interessant. Wird beispielsweise die Stimme einer realen Person künstlich erzeugt oder manipuliert und könnte der Eindruck entstehen, diese Person habe tatsächlich etwas gesagt oder gesungen, können die Deepfake-Regelungen relevant werden.
Das ist etwas anderes als die grundsätzliche Verwendung generativer KI als kreatives Werkzeug bei der Produktion eines Songs.
Videos
Auch bei Videos steht die mögliche Täuschung über reale Personen oder Ereignisse besonders im Fokus. Ein KI-generiertes Video, das wie eine authentische Aufnahme eines tatsächlichen Ereignisses erscheint, ist rechtlich anders zu betrachten als eine offensichtlich fiktionale oder künstlerische Inszenierung.
Zusätzlich gelten die jeweiligen Regeln der Plattform, auf der das Video veröffentlicht wird.
Und was heißt das unterm Strich?
Es gibt keine sinnvolle Einheitsantwort nach dem Motto:
„Ab August muss auf alles, was irgendwie mit KI entstanden ist, groß KI draufgeschrieben werden.“
Man muss genauer hinschauen: Was wurde erzeugt oder verändert? Wie wird es präsentiert? Könnte es mit der Realität verwechselt werden? Handelt es sich um einen kreativen oder fiktionalen Kontext? Welche gesetzlichen Vorschriften greifen – und welche zusätzlichen Regeln stellt die jeweilige Plattform auf?
Genau diese Differenzierung geht verloren, wenn aus einer komplexen Regelung eine alarmierende Schlagzeile gemacht wird.
Wie wir bei Coaching Airline Radio damit umgehen
Bei Coaching Airline Radio haben wir uns schon vor dieser aktuellen Diskussion für einen einfachen Weg entschieden:
Wir machen aus dem Einsatz von KI kein Geheimnis.
Künstliche Intelligenz ist Bestandteil unseres kreativen Produktionsprozesses. Sie wird bei der Entwicklung von Musik, Bildern, Texten und anderen Inhalten als Werkzeug eingesetzt.
Aber ein Werkzeug arbeitet nicht allein.
Am Anfang steht eine Idee. Es folgen Entscheidungen über Thema, Geschichte, Sprache, musikalische Richtung, Stimmung, Instrumentierung und Gestaltung. Ergebnisse werden verworfen, verändert, neu gedacht und weiterentwickelt, bis daraus etwas entsteht, das zu Coaching Airline Radio passt.
Deshalb sehen wir KI weder als heimlichen Ersatz für Kreativität noch als etwas, vor dem wir unsere Hörer warnen müssten.
Wir setzen auf Transparenz statt Warnschild.
Wo es sinnvoll ist, weisen wir auf den Einsatz künstlicher Intelligenz hin. Bei unseren Musikproduktionen haben wir beispielsweise bereits freiwillig transparent gemacht, dass KI Teil des Entstehungsprozesses ist.
Nicht, weil wir uns für den Einsatz von KI rechtfertigen wollen.
Sondern weil wir finden, dass Menschen wissen dürfen, wie Inhalte entstehen.
Gleichzeitig übernehmen wir die Verantwortung für das, was wir veröffentlichen. Ein KI-System entscheidet nicht, was auf dieser Seite steht, welcher Song ins Radio kommt oder welche Botschaft mit einem Beitrag verbunden wird.
Diese Entscheidung bleibt beim Menschen.
Und vielleicht ist genau das die sinnvollste Haltung in einer Zeit, in der künstliche Intelligenz immer stärker Teil kreativer Arbeit wird:
Nicht verstecken. Nicht dramatisieren. Verantwortung übernehmen. Transparent bleiben.
Transparenz braucht Eigenverantwortung
Vielleicht liegt genau hier der wichtigste Punkt dieser ganzen Diskussion:
Eigenverantwortung.
Wer mit künstlicher Intelligenz arbeitet und Inhalte veröffentlicht, sollte sich damit beschäftigen, was er tut. Welche Regeln gelten? Welche Verantwortung trage ich für das Ergebnis? Wo ist eine Kennzeichnung vorgeschrieben – und wo entscheide ich mich freiwillig für Transparenz?
Eigenverantwortung bedeutet aber auch, Informationen nicht ungeprüft weiterzugeben, nur weil sie dramatisch klingen oder gerade hundertfach durch soziale Netzwerke wandern.
Nachlesen. Quellen prüfen. Differenzieren. Und sich dann eine eigene Meinung bilden.
Das gilt für künstliche Intelligenz genauso wie für viele andere Bereiche unseres Lebens.
Wir bei Coaching Airline Radio haben uns entschieden, KI als kreatives Werkzeug zu nutzen und damit offen umzugehen. Nicht aus Angst vor möglichen Konsequenzen, sondern aus Überzeugung.
Denn Transparenz entsteht für uns nicht durch ein möglichst großes Warnschild.
Sie entsteht dadurch, dass wir sagen, was wir tun – und die Verantwortung dafür übernehmen.
Transparenz ja. Panik nein.
KI nutzen. Verantwortung übernehmen. Selbst denken.
Das ist Eigenverantwortung.
KI-Musik vor dem Durchbruch?
Wenn aus Konfrontation langsam ein Geschäftsmodell wird
Noch vor kurzer Zeit klang die Diskussion rund um KI-generierte Musik häufig wie ein Endkampf: hier die „echten“ Musiker, Komponisten und Produzenten – dort die künstliche Intelligenz.
Dazwischen: Urheberrecht, Klagen, Ängste, teilweise heftige Debatten und nicht selten die Vorstellung, KI-Musik bestehe daraus, ein paar Sätze in ein Programm einzugeben und anschließend auf einen Knopf zu drücken.
Doch inzwischen wird deutlich: So einfach wird die Geschichte nicht enden.
Denn während öffentlich noch darüber gestritten wird, ob KI-Musik überhaupt einen Platz in der Musikbranche haben sollte, beschäftigt sich die Branche längst mit einer anderen Frage:
Wie kann dieser Platz rechtlich, wirtschaftlich und fair gestaltet werden?
Vom Verbieten zum Lizenzieren
Genau hier werden die aktuellen Entwicklungen interessant.
Große Rechteinhaber und Technologieunternehmen suchen nach Modellen, bei denen die Nutzung geschützter Musik nicht einfach vorausgesetzt wird, sondern Zustimmung, Lizenzierung und Vergütung eine zentrale Rolle spielen.
Damit verändert sich die Debatte.
Es geht nicht mehr ausschließlich um die Frage:
„Darf künstliche Intelligenz Musik erzeugen?“
Sondern zunehmend um:
„Unter welchen Bedingungen darf sie es?“
Das ist ein entscheidender Unterschied.
Die Rechte der Kreativen bleiben der Knackpunkt
Die eigentliche Auseinandersetzung dreht sich nämlich nicht darum, ob Technologie grundsätzlich gut oder schlecht ist.
Es geht um Rechte.
Welche Werke wurden für das Training eines KI-Modells verwendet? Wer hat dieser Nutzung zugestimmt? Wer wird dafür bezahlt? Und wie können Künstler, Songwriter, Komponisten und andere Rechteinhaber darüber bestimmen, was mit ihren Werken geschieht?
Genau an dieser Stelle müssen tragfähige Modelle entstehen.
Denn technischer Fortschritt darf nicht bedeuten, dass geistiges Eigentum plötzlich wertlos wird.
Aber Urheberrecht muss ebenso wenig bedeuten, dass eine neue Technologie grundsätzlich aus kreativen Prozessen ausgeschlossen werden muss.
Auch die GEMA beschäftigt sich längst mit KI-Modellen
Besonders interessant ist dabei die Entwicklung in Deutschland.
Die GEMA führt gegen Suno ein grundsätzliches urheberrechtliches Verfahren. Im Mittelpunkt steht die Frage nach der Nutzung geschützter Werke und einer angemessenen Vergütung der Urheber.
Gleichzeitig zeigt die GEMA selbst, dass die Zukunft nicht zwangsläufig „Mensch gegen KI“ heißen muss.
Mit neuen Angeboten rund um rechtlich geklärte Musikdaten für KI-Training beschäftigt sie sich inzwischen selbst mit der Frage, wie ein legaler und vergüteter Markt für solche Anwendungen aussehen kann.
Das ist ein wichtiger Unterschied:
Nicht die Technologie allein ist das Problem. Entscheidend ist, auf welcher rechtlichen und wirtschaftlichen Grundlage sie eingesetzt wird.
Zwischen Mensch und Maschine entsteht etwas Neues
Vielleicht müssen wir uns deshalb von einer weiteren Vorstellung verabschieden: dass Musik künftig entweder vollständig von Menschen oder vollständig von künstlicher Intelligenz produziert wird.
Dazwischen liegt ein riesiges Feld.
Ein Mensch entwickelt eine Idee.
Er schreibt einen Text.
Er verändert ihn.
Er verwirft eine Version.
Er entwickelt eine musikalische Richtung, experimentiert mit Tempo, Instrumentierung, Arrangement oder Stimmen.
KI kann dabei Varianten erzeugen, Ideen hörbar machen oder Produktionsschritte beschleunigen.
Anschließend können wiederum Musiker, Sänger, Produzenten, Toningenieure oder Mastering-Studios übernehmen.
Wo genau beginnt dabei „KI-Musik“ – und wo hört menschliche Kreativität auf?
Diese Grenze dürfte künftig immer schwieriger zu ziehen sein.
Ein Knopfdruck macht noch keinen guten Song
Und damit kommen wir zu einem Punkt, der in der Diskussion gerne vergessen wird.
Technologie kann Möglichkeiten schaffen.
Sie kann aber weder Geschmack noch Urteilskraft garantieren.
Wer mit generativer Musik arbeitet, merkt schnell: Nicht jedes Ergebnis ist gut. Nicht jede Stimme passt. Nicht jeder Refrain funktioniert. Nicht jedes Arrangement trägt eine Geschichte.
Man kann zehn Versionen erzeugen – und neun davon wieder verwerfen.
Das Werkzeug liefert Möglichkeiten.
Die Entscheidung trifft immer noch der Mensch.
Und am Ende kommt ohnehin noch jemand hinzu, der sich von keiner technischen Debatte beeindrucken lässt:
der Hörer.
Emotion lässt sich nicht verordnen
Ein Song kann technisch perfekt produziert sein und trotzdem niemanden berühren.
Ein anderer entsteht vielleicht mit einfachen Mitteln und bleibt im Kopf.
Das war schon lange vor künstlicher Intelligenz so.
Weder ein teures Tonstudio noch ein großes Label garantieren einen Hit. Und genauso wenig garantiert ein leistungsfähiges KI-Modell einen guten Song.
Musik funktioniert dann, wenn etwas passiert.
Wenn ein Refrain hängen bleibt.
Wenn eine Melodie Erinnerungen auslöst.
Wenn Menschen tanzen, lachen, weinen oder plötzlich lauter drehen.
Die Technik dahinter interessiert den Hörer möglicherweise irgendwann wesentlich weniger als heute.
Die spannendere Frage beginnt erst jetzt
Die juristischen Auseinandersetzungen rund um generative KI sind deshalb wichtig. Sie werden Grenzen definieren und mitentscheiden, wie Kreative künftig beteiligt und vergütet werden.
Gleichzeitig entstehen bereits Modelle, die genau diese Fragen wirtschaftlich lösen wollen.
Das eine schließt das andere nicht aus.
Vielleicht erleben wir gerade deshalb keinen Kampf, an dessen Ende entweder die traditionelle Musikproduktion oder künstliche Intelligenz übrig bleibt.
Vielleicht erleben wir vielmehr den Anfang einer neuen Produktionslandschaft.
Einer Landschaft, in der menschliche Kreativität, klassische Musikproduktion und künstliche Intelligenz nebeneinander und miteinander existieren können – vorausgesetzt, Rechte, Transparenz und Vergütung werden ernst genommen.
Denn KI-Musik wird nicht einfach wieder verschwinden.
Die wesentlich spannendere Phase beginnt gerade erst:
Die Musikbranche beginnt, Regeln für sie zu entwickeln.
Und vielleicht wird die entscheidende Frage irgendwann tatsächlich nicht mehr lauten:
„Wurde dieser Song mit KI gemacht?“
Sondern einfach:
„Ist es ein guter Song?“ 🎶
Wenn ein Aufruf noch lange kein Zuschauer ist
YouTube verändert seine Zählweise – und öffentliche Reichweite bekommt eine neue Bedeutung
Große Zahlen beeindrucken.
10.000 Aufrufe.
50.000 Aufrufe.
100.000 Aufrufe.
Gerade auf Social-Media-Plattformen werden solche Zahlen gern als Beleg für Reichweite, Relevanz und Erfolg präsentiert.
Doch was genau sagt ein „Aufruf“ eigentlich aus?
Diese Frage wird auf YouTube künftig noch wichtiger.
YouTube vereinheitlicht die Messung
YouTube verändert die Darstellung öffentlicher Aufrufe und orientiert sich dabei stärker an einer einheitlichen Messweise über verschiedene Formate hinweg.
Shorts, klassische Videos und Livestreams sollen dadurch hinsichtlich ihrer öffentlichen Aufrufzahlen besser vergleichbar werden.
Entscheidend dabei:
Eine gestartete Wiedergabe beziehungsweise Wiederholung kann bereits als öffentlicher Aufruf erfasst werden.
Damit kann die öffentlich sichtbare Zahl steigen, ohne dass daraus automatisch geschlossen werden kann, dass entsprechend viele einzelne Menschen einen Inhalt über längere Zeit verfolgt haben.
50.000 Aufrufe sind nicht automatisch 50.000 Menschen
Genau hier liegt ein Unterschied, der in der öffentlichen Wahrnehmung gern verloren geht.
Aufrufe sind keine Besucherzählung.
Ein Mensch kann Inhalte mehrfach starten. Videos können erneut abgespielt werden. Und eine gestartete Wiedergabe sagt zunächst wenig darüber aus, wie lange jemand tatsächlich zugesehen hat.
Deshalb sollte eine große Zahl unter einem Video niemals isoliert betrachtet werden.
Interessant wird es erst dahinter:
Wie lange bleiben die Menschen?
Wie entwickelt sich die Zuschauerbindung?
Wie hoch ist die durchschnittliche Wiedergabedauer?
Kommen Zuschauer wieder?
Und bei einem Livestream: Wie viele Menschen waren tatsächlich gleichzeitig dabei?
Die große Zahl im Schaufenster
YouTube selbst weist darauf hin, dass Creator durch die Umstellung möglicherweise steigende öffentliche Aufrufzahlen feststellen werden.
Gleichzeitig soll diese Veränderung keine direkten Auswirkungen darauf haben, wie sich Creator für das YouTube-Partnerprogramm qualifizieren oder wie ihre Einnahmen berechnet werden.
Das ist ein wichtiger Unterschied.
Denn damit existieren letztlich zwei Betrachtungsebenen:
Die öffentlich sichtbare Zahl zeigt Aktivität rund um einen Inhalt.
Die tieferen Analytics zeigen wesentlich genauer, was mit diesem Inhalt tatsächlich passiert ist.
Oder etwas bildlicher:
Die große Zahl steht im Schaufenster.
Die interessanten Zahlen liegen hinter der Ladentür.
Reichweite braucht Kontext
Das bedeutet nicht, dass öffentliche Aufrufzahlen wertlos werden.
Ganz im Gegenteil. Sie können zeigen, dass ein Inhalt häufig gestartet, entdeckt oder erneut aufgerufen wurde.
Problematisch wird es erst, wenn aus einer einzigen Zahl eine Geschichte gemacht wird, die diese Zahl allein gar nicht erzählen kann.
Ein Video mit sehr vielen Aufrufen kann hervorragend funktionieren.
Es kann aber ebenso viele kurze Kontakte erzeugt haben.
Umgekehrt kann ein Inhalt mit deutlich weniger Aufrufen eine kleine, aber ausgesprochen aufmerksame und treue Zuschauerschaft erreichen.
Was davon wertvoller ist, hängt vom Ziel ab.
Zahlen beeindrucken. Verhalten erzählt die Geschichte.
Vielleicht ist genau das die interessanteste Konsequenz dieser Veränderung.
Wir sollten weniger fragen:
„Wie viele Klicks hat das?“
Und häufiger:
„Was haben die Menschen danach getan?“
Sind sie geblieben?
Haben sie weitergeschaut?
Sind sie zurückgekommen?
Haben sie reagiert?
Denn Reichweite ist eine Zahl.
Wirkung zeigt sich im Verhalten.
Cockpit-Backstage | Coaching Airline Radio
Einordnung zu Entwicklungen rund um Medien, Musik, KI und digitale Plattformen.
Stirbt der Schlager – oder nur seine alte Welt?
Heute Morgen ist mir ein Artikel über die aktuelle Situation des deutschen Schlagers über den Weg gelaufen.
Ich blieb daran hängen. Nicht, weil ich den Schlager plötzlich für tot erklären möchte. Sondern weil mir beim Lesen eine ganz andere Frage durch den Kopf ging:
Stirbt tatsächlich der Schlager – oder stirbt gerade nur die Welt, in der er jahrzehntelang funktioniert hat?
Denn eines lässt sich kaum übersehen: Die Bedingungen haben sich verändert.
Radiostationen verändern ihre Programme oder reduzieren ihre Schlageranteile. Tanzlokale und Clubs, in denen diese Musik selbstverständlich zu Hause war, verschwinden. Veranstaltungen sind für Veranstalter immer schwieriger zu kalkulieren. Große Fernsehshows besitzen längst nicht mehr automatisch die Strahlkraft vergangener Jahrzehnte.
Gleichzeitig hat sich etwas verändert, das möglicherweise viel entscheidender ist:
Das Publikum selbst.
Die Menschen hören nicht weniger Musik – sie hören anders
Früher gab es vergleichsweise klare Wege.
Ein neuer Titel wurde produziert, bemustert, im Radio gespielt, vielleicht in einer Fernsehsendung präsentiert und mit etwas Glück entwickelte sich daraus ein Erfolg. Künstler brauchten bestimmte Türen, durch die sie hindurchmussten, um überhaupt ein größeres Publikum erreichen zu können.
Diese Türen gibt es teilweise noch.
Aber daneben wurden inzwischen unzählige neue Eingänge gebaut.
YouTube. TikTok. Streamingdienste. Playlists. Reels. Social Media. Algorithmen.
Heute kann ein Mensch morgens beim Kaffee einen Song entdecken, weil irgendwo jemand ein 20 Sekunden langes Video damit unterlegt hat. Ein anderer hört ihn beim Scrollen auf TikTok. Der Nächste bekommt ihn über einen Algorithmus vorgeschlagen.
Dabei interessiert zunächst häufig überhaupt nicht, welches Label dahintersteht, welcher Radiosender den Titel spielt oder ob der Künstler am vergangenen Samstag in einer großen Fernsehshow aufgetreten ist.
Der Song muss in diesem Moment etwas auslösen.
Und plötzlich entscheidet nicht mehr allein die Branche, was gehört wird.
Besonders schwierig wird es für die kleinen Künstler
Die großen Namen werden nicht von heute auf morgen verschwinden.
Sie haben eine gewachsene Fangemeinde, Reichweite, Veranstaltungsstrukturen, Medienkontakte und häufig ein professionelles Team hinter sich.
Ganz anders sieht es bei den vielen kleineren Künstlerinnen und Künstlern aus.
Sie veröffentlichen Songs, finanzieren Produktionen, Videos, Promotion und teilweise Auftritte – und kämpfen anschließend um wenige Minuten Aufmerksamkeit.
Bitte streamt meinen Song.
Bitte stimmt für mich ab.
Bitte teilt mein Video.
Bitte wünscht meinen Titel beim Radio.
Das alles ist verständlich. Hinter jeder Veröffentlichung stecken schließlich Arbeit, Hoffnung und häufig auch eine Menge Geld.
Doch wenn immer mehr Künstler um dieselben begrenzten Flächen kämpfen, während Teile dieser Flächen gleichzeitig verschwinden, entsteht ein Problem.
Man kann Aufmerksamkeit nicht beliebig vermehren.
Und genau deshalb stellt sich die Frage, ob das bisherige System für kleinere Künstler langfristig überhaupt noch funktionieren kann.
Ein paar tausend Streams sind noch keine Fangemeinde
Auch Zahlen haben im digitalen Musikmarkt eine enorme Bedeutung bekommen.
Streams. Views. Likes. Follower.
Sie sehen beeindruckend aus und sind schnell vergleichbar.
Aber die entscheidende Frage lautet:
Wer steckt hinter diesen Zahlen?
Ein Song kann tausende Male aufgerufen werden, ohne dass daraus automatisch eine dauerhafte Verbindung zwischen Künstler und Publikum entsteht.
Ein echter Fan ist etwas anderes als ein Stream.
Ein Mensch, der einen Künstler wiedererkennt, einen weiteren Song hören möchte, einen Beitrag freiwillig teilt oder irgendwann eine Eintrittskarte kauft, besitzt eine völlig andere Bedeutung als eine Zahl in einer Statistik.
Vielleicht müssen wir deshalb wieder stärker unterscheiden zwischen Reichweite und Beziehung.
Denn Musik lebt am Ende nicht von Zahlen.
Sie lebt davon, dass sie bei Menschen etwas auslöst.
Auch das Radio verändert sich
Für kleine Künstler war und ist das Radio eine wichtige Möglichkeit, überhaupt gehört zu werden.
Doch auch hier verändert sich die Landschaft.
Menschen stellen sich heute ihre eigenen Playlists zusammen. Sie hören Podcasts. Sie nutzen Streamingdienste. Sie springen zwischen Radio, YouTube und Social Media hin und her.
Das klassische Prinzip
„Ich spiele etwas – und du hörst zu“
wird zunehmend ergänzt durch
„Ich höre das, was ich möchte, wann ich es möchte.“
Das ist weder gut noch schlecht.
Es ist schlicht eine Veränderung des Konsumverhaltens.
Und gegen verändertes Verhalten hilft keine Nostalgie.
Man muss darauf reagieren.
Und dann kommt auch noch KI
Über einen weiteren Punkt wird man im Jahr 2026 ebenfalls sprechen müssen:
Künstliche Intelligenz verändert die Musikproduktion.
Die Eintrittsschwelle, eigene Musik zu produzieren, ist innerhalb kürzester Zeit massiv gesunken.
Menschen, die früher niemals Zugang zu einem Tonstudio, Produzenten oder professionellen Arrangement gehabt hätten, können heute musikalische Ideen umsetzen.
Damit wächst allerdings auch die Menge der veröffentlichten Musik.
Für klassische Künstler bedeutet das noch mehr Konkurrenz um Aufmerksamkeit.
Gleichzeitig entstehen aber auch völlig neue Möglichkeiten.
KI kann Werkzeug sein. Sie kann Ideen beschleunigen, musikalische Experimente ermöglichen und Menschen kreativ werden lassen, die bisher von den Produktionsstrukturen ausgeschlossen waren.
Auch hier wird die entscheidende Frage deshalb nicht lauten:
Wie verhindern wir diese Entwicklung?
Sondern:
Wie gehen wir mit ihr um?
Denn zurückdrehen lässt sie sich nicht.
Vielleicht werden Genres ohnehin unwichtiger
Und möglicherweise passiert parallel noch etwas anderes.
Die alten musikalischen Schubladen werden durchlässiger.
Schlager trifft auf Dance. Pop bekommt elektronische Elemente. Deutsche Texte liegen auf internationalen Produktionen. Disco, Funk, 80er-Sounds und moderne Beats werden miteinander kombiniert.
Das Publikum fragt beim ersten Hören nicht unbedingt:
Welchem Genre gehört dieser Song an?
Es reagiert.
Gefällt mir.
Gefällt mir nicht.
Geht ins Ohr.
Geht in die Füße.
Berührt mich.
Oder eben nicht.
Vielleicht liegt genau darin eine große Chance.
Nicht krampfhaft daran festzuhalten, wie Schlager einmal geklungen und funktioniert hat, sondern zu schauen, was Menschen heute hören möchten.
Der Schlager muss vielleicht gar nicht gerettet werden
Das klingt zunächst provokant.
Aber möglicherweise braucht der Schlager keine Rettungsaktion.
Vielleicht braucht er vielmehr den Mut, sich weiterzuentwickeln.
Neue Künstler brauchen neue Möglichkeiten, sichtbar zu werden. Veranstalter brauchen Formate, die wirtschaftlich funktionieren. Radios müssen ihre Rolle in einer digitalen Musikwelt neu definieren. Künstler müssen lernen, dass Reichweite heute auf vielen verschiedenen Wegen entstehen kann.
Und das Publikum?
Das entscheidet ohnehin selbst.
Vielleicht besteht genau darin die größte Veränderung.
Jahrzehntelang bestimmten wenige große Tore, welche Musik eine Chance bekam, ein breites Publikum zu erreichen.
Heute stehen plötzlich überall kleine Türen offen.
Man muss sie allerdings finden – und hindurchgehen.
Stirbt also der Schlager?
Ich glaube, diese Frage greift zu kurz.
Musikrichtungen verändern sich. Generationen verändern sich. Hörgewohnheiten verändern sich. Technologien verändern sich.
Das war schon immer so.
Vielleicht erleben wir deshalb gerade nicht das Sterben des Schlagers.
Vielleicht erleben wir das Ende einer Welt, in der ziemlich genau festgelegt war, wie ein Schlager zum Publikum gelangt.
Und genau darin könnte sogar eine Chance liegen.
Denn Menschen haben nicht aufgehört, Musik zu lieben.
Sie haben nur aufgehört, sie ausschließlich dort zu suchen, wo die Musikbranche sie ihnen jahrzehntelang hingestellt hat.
Andrea Hohmann · Coaching Airline® – Cockpit Backstage
Vorhin ist mir ein interessanter Beitrag über den Weg gelaufen. Es ging um die Frage:
Woher kommt eigentlich die Erwartung, dass Musik kostenlos sein muss?
Ich musste dabei sofort an meine eigene Zeit im Künstler- und Bookingbereich denken. Denn diese Haltung ist keineswegs erst mit Spotify, Streaming oder Social Media entstanden.
Ich habe sie schon lange vorher erlebt.
„Ach, das kann der doch mal so machen …“
Diesen Satz – oder zumindest seine zahlreichen Varianten – habe ich mehr als einmal gehört.
„Wir kennen uns doch.“
„Das ist doch nur ein kleiner Auftritt.“
„Der ist doch sowieso Musiker.“
Oder eben:
„Das kann der für uns doch mal machen.“
Nein.
Kann er nicht.
Zumindest nicht mit der Selbstverständlichkeit, mit der es teilweise erwartet wurde.
Ein Künstler erbringt eine musikalische Dienstleistung. Er stellt seine Zeit, sein Können und seine Erfahrung zur Verfügung. Er bereitet sich vor, fährt zum Veranstaltungsort, baut auf, macht Soundcheck, steht auf der Bühne und bringt möglicherweise noch sein eigenes Equipment mit.
Und hinter den zwei Stunden, die das Publikum am Ende sieht, stehen häufig viele Jahre Arbeit.
Warum sollte diese Leistung nichts wert sein?
Gagenverhandlungen wie auf dem Basar
Ich war damals im Booking tätig und habe so manche Gagenverhandlung geführt.
Und wenn es besonders hitzig wurde, hatte ich irgendwann meinen Standardspruch:
„Wir sind hier doch nicht auf einem türkischen Basar.“
Denn teilweise wurde um Künstlergagen gefeilscht, als wäre der ursprünglich vereinbarte Preis lediglich eine unverbindliche Empfehlung.
Natürlich gehören Verhandlungen zum Geschäft.
Aber es gibt einen Unterschied zwischen einer vernünftigen Kalkulation und dem Versuch, eine professionelle Leistung so weit herunterzuhandeln, bis sie sich für den Künstler kaum noch rechnet.
Irgendwann ist Schluss.
Denn auch ein Musiker muss seine Rechnungen bezahlen.
Equipment kostet Geld. Technik kostet Geld. Fahrtkosten entstehen. Instrumente müssen angeschafft und gewartet werden. Proben brauchen Zeit. Und auch die vielen Jahre, in denen ein Künstler sein Handwerk gelernt und seine Fähigkeiten entwickelt hat, verschwinden nicht einfach aus der Rechnung.
Freundschaft ist keine Gage
Besonders spannend wurde es immer dann, wenn persönliche Bekanntschaft ins Spiel kam.
„Wir sind doch gut befreundet.“
Das mag sein.
Aber warum sollte ausgerechnet Freundschaft bedeuten, dass die Arbeit des anderen plötzlich keinen finanziellen Wert mehr besitzt?
Bei einem Handwerker würden die wenigsten ernsthaft erwarten, dass er einen ganzen Tag kostenlos arbeitet, nur weil man sich gut kennt.
Bei Künstlern scheint diese Vorstellung dagegen erstaunlich hartnäckig zu sein.
Vielleicht liegt es daran, dass Musik mit Freude verbunden wird.
Der Künstler steht auf der Bühne, singt, spielt, unterhält Menschen – und im besten Fall sieht es sogar leicht aus.
Aber dass etwas leicht aussieht, bedeutet nicht, dass es leicht entstanden ist.
Professionalität erkennt man häufig gerade daran, dass man die Arbeit dahinter nicht mehr sieht.
Ich kenne auch die andere Seite der Bühne
Ich kenne diese Diskussion übrigens nicht nur aus dem Booking.
Ich habe sie auch bei unseren eigenen Auftritten erlebt – zum Beispiel mit Starlight Express.
Was das Publikum am Ende als fertige Show sieht, ist nur ein Teil dessen, was tatsächlich dahintersteckt.
Vorbereitung. Proben. Organisation. Technik. Equipment. Anfahrt. Aufbau. Soundcheck.
All das passiert, bevor überhaupt der erste Ton erklingt und bevor das Publikum etwas von der eigentlichen Show sieht.
Und natürlich hatten wir Freude daran.
Natürlich standen wir gerne auf der Bühne.
Aber genau hier liegt für mich ein Denkfehler, der Künstler bis heute begleitet:
Freude an der eigenen Arbeit bedeutet nicht, dass diese Arbeit keinen Wert hat.
Nur weil jemand seinen Beruf liebt, entsteht daraus kein Anspruch darauf, seine Leistung kostenlos zu bekommen.
Streaming hat diese Haltung nicht erfunden
Deshalb glaube ich auch nicht, dass Streaming die Erwartung kostenloser Musik geschaffen hat.
Diese Haltung gab es schon vorher.
Streaming, Social Media und die permanente digitale Verfügbarkeit haben sie allerdings enorm verstärkt.
Früher hieß es:
„Kann der nicht mal für uns spielen?“
Heute heißt es:
„Warum soll ich für Musik bezahlen? Ich kann sie doch überall hören.“
Der Grundgedanke dahinter ist erstaunlich ähnlich.
Musik ist einfach da.
Jederzeit verfügbar.
Und weil sie jederzeit verfügbar ist, verlieren wir manchmal das Bewusstsein dafür, dass jemand diese Musik erschaffen hat.
Ein Song entsteht nicht durch einen Mausklick und eine Gesangsstimme auch nicht, wenn man NUR den Mund aufmacht!
„Auch eine Stimme ist ein Instrument. Sie braucht Ausbildung, Training, Technik, Pflege und Erfahrung. Was später selbstverständlich klingt, ist häufig das Ergebnis jahrelanger Arbeit.“
Heute kommt mit KI noch eine weitere Entwicklung hinzu.
Musik kann schneller produziert werden. Neue Werkzeuge ermöglichen Dinge, für die früher wesentlich mehr Zeit, Geld und technische Möglichkeiten notwendig waren.
Aber auch dadurch wird eine gute musikalische Idee nicht automatisch wertlos.
Werkzeuge verändern sich.
Produktion verändert sich.
Vertrieb verändert sich.
Doch am Ende muss etwas entstehen, das Menschen berührt, begeistert, zum Tanzen bringt oder vielleicht für drei Minuten alles um sie herum vergessen lässt.
Und genau darin liegt der Wert von Musik.
Nicht darin, wie schnell wir auf „Play“ drücken können.
Vielleicht sollten wir wieder anders über Musik sprechen
Musik ist Unterhaltung.
Musik ist Emotion.
Aber Musik ist auch Arbeit.
Und wer professionell Musik macht, darf für diese Arbeit selbstverständlich bezahlt werden.
Das galt damals für den Musiker, dessen Gage ich im Booking verteidigt habe.
Es galt für uns selbst, wenn wir mit einer Show auf der Bühne standen.
Und es gilt heute genauso für Sänger, Musiker, Songwriter, Produzenten, DJ`s und all diejenigen, die dafür sorgen, dass aus einer Idee am Ende Musik wird.
Vielleicht sollten wir deshalb weniger darüber diskutieren, warum Musik etwas kostet.
Und uns stattdessen wieder häufiger fragen:
Warum wird ausgerechnet erwartet, das Kunst nichts kosten darf?
BACKSTAGE | Wenn Kreativität plötzlich größer wird als der Plan
29. August 2026
Manchmal gibt es diese Momente, in denen man plötzlich innehält.
Heute hatte ich so einen.
Ich saß am Rechner und begann, die Songs unserer Coaching Airline Radio World Tour für die Sendung vorzubereiten. Eigentlich nichts Besonderes. Titel auswählen, sortieren, in den Sendeplayer laden.
Und dann liefen diese Songs plötzlich hintereinander.
Ich musste aufhören.
Denn mir kamen die Tränen.
Nicht, weil mich ein einzelner Song besonders berührt hätte. Sondern weil ich in diesem Moment zum ersten Mal wirklich gehört habe, was da in den vergangenen Wochen entstanden ist.
Am 8. Juli 2026 ging die neue Website von Coaching Airline Radio online.
Und seitdem sind allein für die World Tour rund 60 Songs entstanden.
60 Songs.
Als ich diese Zahl heute selbst realisierte, erschien sie mir völlig surreal.
Ich hatte keinen Plan dafür. Keine Liste mit dem Ziel: „Jetzt produziere ich 60 Songs.“ Keine Strategie, aus der irgendwann eine musikalische Reise um die Welt werden sollte.
Es begann mit einer Idee.
Dann kam die nächste.
Ein Reiseziel bekam seinen eigenen Sound. Aus einem Landeanflug entstand ein Landausflug. Aus einer verrückten Bemerkung plötzlich ein neuer Song. Mal Soul, mal Funk, Musical, Country, Latin, Rock, Bollywood oder Techno.
Manches funktionierte sofort. An anderem wurde gefeilt. Tempo verändert. Instrumente ergänzt. Texte umgeschrieben. Versionen verworfen.
Und immer wieder dieser eine Moment:
Ja. Genau so muss es klingen.
Kreativität lässt sich nicht kommandieren
Vielleicht ist das die größte Erkenntnis, die mir heute beim Hören dieser Songs gekommen ist.
Wir versuchen so oft, Dinge zu planen.
Wir setzen Ziele. Erstellen Konzepte. Definieren Ergebnisse, bevor überhaupt etwas entstehen durfte.
Aber Kreativität funktioniert manchmal vollkommen anders.
Sie braucht nicht immer einen Plan.
Sie braucht Raum.
Raum zum Spielen.
Raum zum Ausprobieren.
Raum zum Verwerfen.
Raum für vollkommen verrückte Ideen.
Und vor allem den Mut, nicht schon vorher wissen zu müssen, wo die Reise endet.
Natürlich sind bei diesen Songs KI-Werkzeuge beteiligt. Das verschweige ich nicht – im Gegenteil.
Aber ein Werkzeug hat keine Sehnsucht nach einer Reise. Es wacht morgens nicht mit einer verrückten Idee auf. Es entscheidet nicht, dass ausgerechnet dieser eine Song noch mehr Wumms braucht. Und es sitzt auch nicht irgendwann vor einem Sendeplayer und bekommt Tränen in die Augen.
Das Werkzeug ermöglicht. Der Mensch gestaltet.
Und plötzlich liegt da etwas, das vorher nicht existierte
Neben der World Tour sind in dieser Zeit weitere Songs und musikalische Geschichten entstanden. Meine musikalischen Lebenslinien, Songs zu Gedanken und Erlebnissen und vieles mehr.
Und heute kam bereits der nächste Gedanke:
Ich werde diese Musik archivieren.
Die World Tour bekommt ihre eigene Sammlung. Die musikalischen Lebenslinien ihre eigene. Alles wird gesichert.
Vielleicht werden daraus irgendwann sogar CDs, die neben meinen Büchern auf einem Veranstaltungstisch liegen.
Keine Ahnung.
Und genau das ist das Schöne daran:
Ich muss es heute noch gar nicht wissen.
Die Idee darf erst einmal da sein.
Denn wenn mir die vergangenen Wochen eines gezeigt haben, dann dieses:
Manchmal entsteht das Schönste nicht, weil wir es geplant haben, sondern weil wir aufgehört haben, dem Ergebnis vorzuschreiben, wie es auszusehen hat.
Vielleicht ist genau das Kreativität.
Nicht zu wissen, wo man ankommt.
Aber neugierig genug zu sein, trotzdem loszufliegen.
Andrea Hohmann
Was ihr nicht hört, wenn ihr meine Songs hört
Von außen sieht es wahrscheinlich ziemlich einfach aus.
Andrea produziert wieder einen Song.
Noch ein Cover.
Noch ein Gate der Coaching Airline World Tour.
Stockholm. Kopenhagen. Ghana. Chicago.
Play drücken. Musik läuft. Fertig.
Nein.
Was ihr nicht sehen könnt, sind die Momente dazwischen.
Manchmal sitze ich vor dem Laptop und lache Tränen, weil aus einer völlig verrückten Idee plötzlich ein Song entsteht. Manchmal haut mich eine Stimme schon beim ersten Ton vom Stuhl. Und manchmal öffnet Musik innerhalb weniger Sekunden eine Tür, hinter der Jahre meines Lebens liegen.
Dann bin ich nicht nur im Jahr 2026.
Dann bin ich wieder irgendwo auf einer Reise. In einem Tonstudio. Auf einer Bühne. In einem Seminarraum. Bei Menschen, die einmal zu meinem Leben gehörten. Bei meinen Kindern. Bei meinen Enkeln. Bei Entscheidungen, die richtig waren, und bei solchen, deren Preis ich erst viel später verstanden habe.
Musik kann verdammt unhöflich sein.
Sie fragt nicht, ob es gerade passt.
Sie klingelt nicht vorher an und sagt: „Andrea, hättest du heute vielleicht zehn Minuten Zeit für eine kleine emotionale Zeitreise?“
Sie tritt die Tür ein.
Und genau das passiert mir bei diesem Musikprojekt immer wieder.
Heute arbeiten wir an Stockholm. Ein Gedanke an ABBA, ein Sound, Männerstimmen, diese besondere Atmosphäre – und plötzlich sitze ich da und bin völlig geflasht.
Für jemanden draußen ist es ein Song.
Für mich ist es Bewegung.
Vielleicht ist genau das der Grund, warum diese World Tour inzwischen viel mehr geworden ist als eine Sammlung von Liedern über Städte und Länder.
Ich reise noch einmal.
Nicht mit einem Bus. Nicht mit einem Flugzeug.
Durch mein eigenes Leben.
Manche Station bringt mich zum Lachen. Manche macht mich stolz. Manche tut weh. Und manche erinnert mich daran, wie viel noch in mir steckt.
Das alles hört man später nicht unbedingt in den drei oder vier Minuten eines Songs.
Aber es ist darin.
Zwischen den Tönen.
Zwischen den Zeilen.
Zwischen zwei Gates.
Und vielleicht ist das auch der Grund, warum ich an manchen Tagen nach einem neuen Song einfach nur dasitze und denke:
Mein Gott. Was passiert hier gerade mit mir?
Ich habe darauf nicht immer eine Antwort.
Muss ich auch nicht.
Ich lasse es geschehen.
Denn vielleicht ist die Coaching Airline World Tour am Ende nicht nur eine Reise um die Welt.
Vielleicht ist sie auch meine Reise zurück zu mir.
Cockpit Backstage – dort, wo nicht nur Musik entsteht.
Warum ich mit der Coaching Airline zum Nordkap fliege
7.500 Kilometer. Vier Länder. Kopenhagen, Stockholm, Helsinki, der Polarkreis, die Lofoten und schließlich das Nordkap.
Nein, die Coaching Airline hat plötzlich keinen Reiseveranstalter gegründet. Und ich sitze auch nicht gerade mit Mikrofon und Laptop irgendwo im hohen Norden.
Diese Reise hat längst stattgefunden.
Ich war dort. Ich habe diese Landschaften gesehen, an diesen Orten gestanden, fotografiert, gestaunt und Eindrücke mit nach Hause genommen. Und irgendwann entstand eine Frage:
Was passiert eigentlich mit all diesen Erinnerungen?
Sie liegen auf Festplatten. In Fotoordnern. Man schaut sie irgendwann noch einmal an, erzählt vielleicht eine Geschichte dazu – und dann verschwinden sie wieder.
Mir war das zu wenig.
Aus Bildern werden Geschichten. Aus Geschichten werden Songs.
Genau dafür gibt es die Coaching Airline World Tour.
Ich nehme Orte, die mich berührt, überrascht oder zum Lachen gebracht haben, und hole sie noch einmal hervor. Nicht als klassischen Reisebericht und schon gar nicht als Reiseführer.
Ich mache daraus Musik.
Kopenhagen bekommt seinen eigenen Klang. Stockholm ebenso. Helsinki wird nicht einfach ein Punkt auf einer Landkarte. Der Polarkreis, das Weihnachtsdorf, die Lofoten, Henningsvær und schließlich das Nordkap werden zu einzelnen Stationen einer musikalischen Reise.
Manchmal entsteht daraus ein großer Song. Manchmal eine kleine musikalische Geschichte. Und manchmal ist es irgendeine schräge Erinnerung, bei der ich heute noch lachen muss.
Warum mache ich das?
Weil Musik etwas kann, was ein Foto allein nicht schafft.
Ein Bild zeigt mir, wo ich war.
Ein Song kann mich wieder fühlen lassen, wie es dort war.
Und genau an dieser Stelle wird für mich auch künstliche Intelligenz spannend. Ich benutze sie nicht, um mir irgendeine beliebige Welt zusammenbauen zu lassen. Ich bringe etwas mit: meine Erinnerungen, meine Fotos, meine Ideen, meine Geschichten und die Entscheidung, welche davon erzählt werden soll.
Die Technik hilft mir anschließend dabei, daraus etwas hörbar zu machen.
Der Ausgangspunkt bleibt der Mensch.
Die World Tour ist deshalb auch ein Stück meines Lebens
Als ich mit der Coaching Airline angefangen habe, hätte ich mir nicht vorstellen können, dass ich Jahre später einmal meine eigenen Erlebnisse in Songs verwandeln würde.
Heute kann ich das.
Und vielleicht ist genau das der Grund, warum mir dieses Projekt so viel Spaß macht: Ich muss aus meinem Leben kein Hochglanzprodukt machen. Ich kann einfach in meine eigene Schatzkiste greifen.
Da ist genug drin.
Für Soul. Für Funk. Für Gospel. Für Rock. Für einen völlig verrückten Landausflug. Und selbstverständlich auch für ordentlich WUMMS. 😂
Die Nordkap Tour ist deshalb keine erfundene Reise.
Sie ist eine wirklich erlebte Reise, die ein zweites Mal stattfindet – diesmal über Musik.
Und wenn die Hörer dabei für ein paar Minuten das Gefühl bekommen, mit im Bus, auf dem Schiff, am Hafen oder oben am Nordkap zu stehen, dann hat die Coaching Airline genau das getan, wofür ich sie einmal gegründet habe:
Menschen in Bewegung bringen.
Nur diesmal braucht niemand einen Koffer.
Boarding completed.
Next destination: North Cape. ✈️🎶
Plötzlich läuft es einfach
Es gibt Momente, da merkt man erst im Rückblick, dass sich etwas verändert hat.
Nicht mit Pauken und Trompeten. Nicht mit einem großen Masterplan. Und schon gar nicht mit einer dieser Strategien, bei denen einem jemand erklärt, wo man in drei oder fünf Jahren zu stehen hat.
Es passiert einfach.
Vor ein paar Monaten habe ich angefangen, mit Musik und den neuen Möglichkeiten von KI zu experimentieren.
Ich hatte Texte. Geschichten. Erinnerungen. Melodien im Kopf. Und dieses Gefühl, dass da noch etwas in mir steckt, das endlich raus will.
Also habe ich angefangen.
Und damit sind wir bei einem meiner Lieblingswörter.
TUN.
Drei Buchstaben.
Mehr braucht es manchmal nicht.
Nicht erst überlegen, was andere davon halten könnten. Nicht warten, bis alles perfekt ist. Nicht den hundertsten Plan schreiben. Nicht noch ein Seminar besuchen, um zu lernen, wie man irgendwann vielleicht anfangen könnte.
Tun.
Genau das habe ich gemacht.
Aus einem Song wurden zwei. Dann zehn. Dann hörte ich irgendwann auf zu zählen.
Die Coaching Airline flog plötzlich musikalisch um die Welt. Aus Städten wurden Geschichten. Aus Landausflügen wurden Songs. Es entstanden Soul, Funk, Disco, Rock, Gospel und Balladen. Manche Titel machten einfach Spaß. Andere gingen verdammt tief.
Und irgendwann stand eine ganz einfache Frage im Raum:
Warum eigentlich nicht veröffentlichen?
Und plötzlich stand mein Name auf Spotify
„Verliebte Weiber“ wurde mein erster Release.
Ich hatte keine Ahnung, was mich hinter den Kulissen erwartet.
DistroKid. Stores. Spotify for Artists. Cover. Metadaten. Künstlerprofil. Links und noch mehr Links.
Ich habe mich durchgeklickt, ausprobiert, geflucht und ziemlich viel gelacht.
Und irgendwann war er da.
Mein Song.
Auf Spotify.
Und darunter stand tatsächlich:
Andrea Hohmann.
Das musste ich erst einmal begreifen.
Zehn Jahre hatte dieser Song gewartet. Und plötzlich war er draußen in der Welt.
Eigentlich hätte ich mich jetzt gemütlich zurücklehnen und sagen können:
So. Geschafft.
Aber irgendetwas war inzwischen passiert.
Es ging einfach weiter.
Ich musste plötzlich nichts mehr suchen
Während ich noch versuchte zu begreifen, dass ich tatsächlich meinen ersten Song veröffentlicht hatte, war der nächste längst da.
„Herz aus Glas in Scherben“.
Der Song war fertig. Das Cover war da. Die neue Produktion gefiel mir.
Also wieder dieses kleine Wort:
TUN.
Audio nehmen. Cover nehmen. Hochladen. Angaben machen. Abschicken.
Und auf einmal kam die Nachricht: Der Release wurde an die Stores übermittelt.
Kurz darauf war die Pre-Save-Seite da.
Und ich saß vor dem Bildschirm und dachte:
Moment mal. Was passiert hier eigentlich gerade?
Denn ich hatte auf einmal nicht mehr das Gefühl, dass ich dieses Projekt ständig anschieben muss.
Es fing an, alleine zu laufen.
Eine Idee führte zur nächsten. Ein Song öffnete die Tür für einen anderen. Aus einem Experiment wurde Coaching Airline Music. Und während ich an einer Sache arbeitete, entstand irgendwo schon die nächste.
Ich musste nicht mehr krampfhaft überlegen:
Was könnte ich denn jetzt noch machen?
Das Nächste war längst da.
Und dann kam meine Stimme zurück
Mitten in dieser ganzen Entwicklung passierte etwas, das für mich noch einmal eine ganz andere Dimension hatte.
Ich habe meine eigene Stimme eingesetzt.
Meine Stimme.
Die war nie wirklich weg.
Sie hatte Gesangsausbildung. Sie kannte ein Tonstudio. Sie wusste, wie sich ein Mikrofon anfühlt. Sie hatte Ausdruck, Kraft und ihre ganz eigene Farbe.
Nur war es lange still um sie geworden.
Und dann habe ich sie wieder gehört.
Nicht die Stimme von damals.
Und doch genau diese Stimme.
Meine Stimmfarbe war noch da. Meine Art, Worte auszusprechen. Mein Ausdruck. Nur eben mit all den Jahren dazwischen.
Mit Leben.
Mit Erfahrungen.
Mit Narben.
Mit Lachen.
Mit allem, was zu mir gehört.
Und plötzlich begriff ich:
Ich erfinde mich gerade gar nicht neu.
Ich hole einen Teil von mir zurück, der sehr lange gewartet hat.
Und gleichzeitig entsteht daraus etwas vollkommen Neues.
Vielleicht passiert genau das, wenn man TUT
Wir Menschen wollen gerne vorher wissen, ob sich etwas lohnt.
Wo führt es hin?
Was bringt es?
Funktioniert es?
Was sagen die anderen?
Ist jetzt überhaupt der richtige Zeitpunkt?
Ich kenne diese Fragen.
Aber manchmal bekommt man die Antwort eben nicht vorher.
Man bekommt sie beim Tun.
Vielleicht ist das gerade meine größte Erkenntnis aus den vergangenen Monaten.
Ich hatte keinen Plan, eine Sängerkarriere zu starten.
Ich hatte keinen ausgearbeiteten Veröffentlichungsplan.
Ich hatte keine Excel-Tabelle, in der für die nächsten zwölf Monate steht, welcher Song wann erscheinen muss.
Ich habe angefangen.
Mehr nicht.
Und aus diesem Anfang entstand Bewegung.
Und jetzt?
Keine Ahnung.
Und wisst ihr was?
Das fühlt sich erstaunlich gut an.
Natürlich habe ich Ideen. Jede Menge sogar.
Aber ich muss heute nicht wissen, wo das alles in einem Jahr steht.
Heute reicht mir zu sehen, was gerade passiert.
Ein Song ist veröffentlicht.
Der nächste ist unterwegs.
Weitere warten bereits.
Meine Stimme ist wieder da.
Und Coaching Airline Music entwickelt gerade eine Eigendynamik, mit der ich selbst nicht gerechnet habe.
Vielleicht muss ich das gar nicht kontrollieren.
Vielleicht muss ich auch nicht ständig schneller laufen.
Vielleicht darf ich einfach mitgehen und schauen, welche Tür sich als Nächstes öffnet.
Denn eines weiß ich inzwischen ziemlich sicher:
Wenn man lange genug nur darüber nachdenkt, was passieren könnte, passiert meistens ziemlich wenig.
Manchmal braucht es tatsächlich nur dieses kleine Wort mit den drei Buchstaben:
TUN.
Der Rest zeigt sich unterwegs.
Andrea Hohmann
Coaching Airline® – Musik, die bewegt. ✈️🎙️❤️
Die Glitzernde Rebellin nimmt Gestalt an
Vielleicht hat sich der eine oder andere in letzter Zeit gefragt:
Wo ist Andrea eigentlich?
Die Antwort ist ziemlich einfach:
Ich war nicht weg. Ich war mittendrin.
Mittendrin in Musik.
Mittendrin in Entscheidungen.
Mittendrin in diesem ganz besonderen Prozess, wenn aus einzelnen Songs plötzlich etwas Größeres wird.
In den vergangenen Wochen habe ich viel gehört, verglichen, neu produziert, überarbeitet und neu gemastert.
Manche Songs waren schon da.
Manche haben sich verändert.
Manche haben durch eine neue Stimme, einen neuen Mix oder eine andere Produktion plötzlich genau das bekommen, was ihnen vorher noch gefehlt hat.
Und irgendwann war dieser Moment da, an dem ich wusste:
Das sind nicht einfach nur einzelne Titel.
Das wird ein Album.
ANDREA – „Glitzernde Rebellin – Es war mein Weg“
Mein Debütalbum.
Allein diesen Satz zu schreiben, fühlt sich für mich noch immer besonders an.
Denn Musik begleitet mich nicht erst seit gestern.
Sie war schon da, als ich als kleines Mädchen davon geträumt habe, auf einer Bühne zu stehen.
Sie war da während meiner Gesangsausbildung, im Studio, bei Auftritten – und auch in den Jahren, in denen andere Dinge im Leben wichtiger waren.
Manche Träume verschwinden nämlich nicht.
Sie warten.
Und manchmal brauchen sie einfach ein bisschen länger, bis man ihnen wieder die Tür öffnet.
Warum „Es war mein Weg“?
Weil genau das dieses Album für mich erzählt.
Nicht den perfekten Weg.
Nicht den geraden Weg.
Nicht den Weg, den andere für richtig gehalten hätten.
Sondern meinen.
Mit Umwegen.
Mit Rückschlägen.
Mit Momenten, in denen man sprichwörtlich in den Seilen hängt.
Aber eben auch mit Lebensfreude, Trotz, Humor, Sehnsucht, Soul und diesem inneren Satz:
Weiter.
Viele der Songs tragen genau das in sich.
Mal laut.
Mal verletzlich.
Mal tanzend.
Mal mit WUMMS.
Und ja – manchmal auch mit einer ordentlichen Portion Glitzer. 😉
Deshalb war es hier zuletzt etwas ruhiger
Wer Coaching Airline Radio regelmäßig verfolgt, hat vielleicht gemerkt, dass ich mich etwas rar gemacht habe.
Der Grund dafür ist ziemlich unspektakulär – und gleichzeitig für mich riesengroß:
Ich sitze an meinem Album.
Ich höre Songs mehrfach.
Ich vergleiche Versionen.
Ich verwerfe.
Ich ändere.
Ich mastere neu.
Und manchmal höre ich einen Titel zehnmal hintereinander, nur weil mir eine Kleinigkeit noch nicht gefällt.
Denn wenn ein Song nach draußen geht, dann soll er für mich stimmen.
Nicht irgendwie.
Sondern so, dass ich sagen kann:
Ja. Genau so sollte er klingen.
Kein Schnellschuss
Einen Veröffentlichungstermin gibt es deshalb noch nicht.
Ich möchte mich nicht selbst unter Druck setzen, nur damit irgendwo ein Datum steht.
Das Album ist dann fertig, wenn es sich fertig anfühlt.
Und bis dahin darf die Glitzernde Rebellin noch ein bisschen Backstage bleiben.
Aber eines kann ich schon verraten:
Sie steht längst nicht mehr nur in der Garderobe.
Sie ist auf dem Weg zur Bühne. ✨🥊
Mehr dazu gibt es hier bald.
ANDREA
Authentisch. Eigen. Unverwechselbar.
Memphis war schon früher da
Manchmal braucht es nur einen Song.
Ein paar Takte – und plötzlich ist nicht mehr heute.
Plötzlich ist wieder Kinderzimmer.
Meine Freundin ist da, ihre Schwestern auch.
Der Kassettenrecorder läuft.
Elvis Presley – „Suspicious Minds“.
Und wir wollten unbedingt diesen Chor können.
Also: Kassette zurück.
Nochmal.
Und nochmal.
Und nochmal.
Bis jede Stimme saß.
Damals haben wir natürlich nicht darüber nachgedacht, wo Memphis liegt, wer dort produziert hat oder warum diese Musik so klingt, wie sie klingt. Wir wollten einfach nur diesen Chor treffen.
Heute höre ich den Song – Jahrzehnte später – und ich kann ihn noch immer.
Das hat mich selbst überrascht.
Und genau in solchen Momenten merke ich: Musik verschwindet nicht einfach. Sie legt sich irgendwo ab. In Erinnerungen. In Bewegungen. In Stimmen. In Gerüchen. In Bildern.
Bei mir gibt es noch so eine Erinnerung.
Oma in der Küche.
Auch daraus ist längst ein Song entstanden.
Wieder Musik. Wieder Kindheit. Wieder ein Bild, das sofort da ist.
Und jetzt lande ich mit meiner World Tour in Memphis.
Eigentlich müsste ich sagen:
Memphis landet gerade wieder bei mir.
Denn plötzlich verbindet sich alles:
Elvis.
Der Chor im Kinderzimmer.
Der Kassettenrecorder.
Oma in der Küche.
Meine eigene Stimme heute.
Und dieses Gefühl, dass bestimmte Songs einen ein ganzes Leben begleiten können, ohne dass man es merkt.
Vielleicht ist genau das das Faszinierende an Musik:
Sie wartet.
Manchmal jahrzehntelang.
Und irgendwann drückt jemand wieder auf Play.
Dann ist alles wieder da.
Memphis Never Left Me.
Und wahrscheinlich wusste ich das nur noch nicht. ✈️🎙️